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Abfallkalender 2012 - MIR SIND SUUBER! - Klick hier!
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Das freut mich!


Mich freut es, dass wir so viele einheimische Vögel im Quariter haben: Spatzen, Blaumeisen, Amseln, Stare, Rotkehlchen, Krähen, Elstern, Bachstelzen, Mäusebussarde, rote Milane und natürlich unsere liebsten Gäste, die Mehlschwalben.

Das mit den Mehlschwalben war nicht immer so! Wie ich einen kleinen Teil zum heutigen Zu-stand beifügen konnte, begann so:

Eines Tages, im Sommer 1996, bemerkte ich in unserer Liegenschaft einige grosse 'Nester' an den Sparen unter den Dachvorsprüngen. Zuerst dachte ich: 'Mensch, dass sind aber viele Wespennester'. Bei genauem hinschauen bemerkte ich, dass es sich dabei um Nester der Mehlschwalben handelte. Ich nahm mit der Vogelwarte Sempach Kontakt auf und diese verwiesen mich an den regionalen Schwalbenbenbeautragten Sepp Muff aus Bülach.

Zu diesem Zeitpunkt war ich bei Rentokil AG tätig, einem weltweiten Unternehmen u.a. in der Schädlingsbekämpfung sowie auch im Fassadenschutz gegen Spinnen, Tauben (und andere Vögel).
Meine Idee war in erster Linie, die Schwalbenkolonien zu erhalten und zu fördern. Mein zweiter Gedanke war, dass es möglich sein müsste, die Naturnester durch Kunstnester zu ersetzen und diese so zu versetzen, dass die Fenstersimse und Rolladen der betroffenen Wohnungen durch die 'Kotpäckchen' nicht mehr verschmutzt würden.

In einer Grossaktion wurden im Herbst 1996, nach Kostengutsprache der Hauseigentümerschaft und Rückreise der Mehlschwalben in den Süden, mit der Entfernung der Naturnester begonnen. Dabei wurden gleichzeitig die Fassaden gereinigt und Plexiglasplatten montiert. Nachher wurden, unter Aufsicht von Sepp Muff, die neuen, originalgetreuen Kunstnester in Vierergruppen (Kolonien) so an die Sparen montiert, dass Verschmutzungen auf Fenstersimse und Rolläden verhindert wurden.

Jeden Herbst werden die Kolonien der Kunstnester durch die Rentokil AG demontiert, gereinigt, desinfiziert und wieder montiert. Mit dieser Aktion haben wir erreicht, dass unsere 'Frühlingsboten' jedes Jahr wieder zu uns ins Melchrütiquartier zurückkehren und pro Jahr zwei mal brüten können (der Bau eines neuen Nestes entfällt, dadurch können die Vögel zwei mal brüten).

Und der grosse Vorteil für uns alle kommt hier: Man hat errechnet, dass vier Jungschwalben während ihrer Nestlingszeit rund 150´000 Insekten verzehren (Fliegen, Mücken, Wespen etc.).

Ich habe Ihnen dazu einige Bilder in die Fotogalerie raufgeladen. - Viel Spass beim anschauen.

Sven W. Eisenhart, Melchrütistrasse 13 | webmaster@melchruetiquartier.ch

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